Abteilung C – Schutzdienst/Verteidigung

Der Begriff Schutzdienst ist etwas irreführend und kommt aus der Diensthundeausbildung, die die Grundlage für den VPG-Sport bildet. Natürlich werden unsere Sporthunde nicht dazu ausgebildet Menschen anzugreifen oder zu verletzen. Bei der Ausbildung unserer Hunde wird hauptsächlich der Beutetrieb angesprochen. Der Hund lernt den speziellen Schutzarm des Schutzdiensthelfers als seine Beute zu betrachten. Wenn der Helfer diesen Schutzarm nicht trägt wird er für den Hund völlig uninteressant sein.

Die VPG-Prüfung beinhaltet im Schutzdienst :

  • Die Streife nach dem Scheintäter (der Hund wird um Verstecke geschickt, um den Helfer zu finden)
  • Stellen und Verbellen (wenn der Hund den Helfer gefunden hat, wird dieser verbellt, bis der Hundeführer zum Hund kommt)
  • Vereitelung einer Flucht (der Hund muss den Helfer bewachen und selbständig an der Flucht hindern)
  • Mutprobe (dabei macht der Helfer einen Angriff auf den Hundeführer mit seinem Hund, der Hund muss durch Anbeißen an dem Jutearm den Angriff verhindern)

Um diese Übungen korrekt auszuführen benötigt der Hund einen sehr guten Gehorsam, deshalb ist die Unterordnung im Schutzdienst besonders wichtig.

Die Ausbildung eines guten VPG-Hundes erfordert kynologischen Sachverstand, eine gute und schnelle Beobachtungsgabe, das Wissen über die Verhaltensweisen und Lernvorgänge bei Hunden, Selbstdisziplin, Geduld, Einfühlungsvermögen und Verantwortung. Die fachlich kompetente Anleitung ist eine der Grundbedingungen für eine gut fundierte Ausbildung; Fehler sollen gleich vermieden werden, weil man sie später – wenn überhaupt – nur mühevoll korrigieren kann.

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